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Singles, Alben und Compilation

 

 

Kein Vergnügen mit Blank & Jones

Vom 18. Juni 2008.

Fans von Blank & Jones können sich nach vier Jahren Wartezeit auf ein neues Album des Kölner DJ- und Produzenten-Duos freuen. “The Logic Of Pleasure” heißt es und steht seit 6. Juni in den gut sortierten Plattengeschäften. Nach “Monument” im Jahre 2004 ist es das erste Album, das aus der eigenen Feder von Blank & Jones stammt. Es kann dieser Scheibe jedoch bei Weitem nicht das Wasser reichen.
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Mit großer Vorfreude habe ich das neue Album “The Logic Of Pleasure” von Blank & Jones erwartet.

Blank & Jones feat. Bobo – Perfect Silence (2004)

Auf den ersten Blick sieht die Tracklist vielversprechend aus:

1. Consequences (feat. Vanessa Daou)
2. Miracle Cure (feat. Bernard Sumner)
3. The Night Starts Here (feat. Stars)
4. So Cold (feat. Trademark)
5. California Sunset
6. Manifesto (feat. Vanessa Daou)
7. Where You Belong (feat. Bobo)
8. Breakout
9. Heart Of Wax (feat. Vanessa Daou)
10. Catwalk
11. Don’t Stop (feat. Claudia Brücken)

Schon nach kurzer Zeit hat sich allerdings herausgestellt, dass das Vergnügen (deutsches Wort für pleasure) eher zur Enttäuschung wurde. Teils lieblos aneinander gereihte Samples lassen die Lust auf mehr schnell verfliegen.
“Consequences”, der erste Titel der Platte, startet mit einem wundervollen Intro. Die amerikanische Sängerin Vanessa Daou veredelt den Song mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Auch der bereits bekannte Titel “Miracle Cure” mit Bernard Sumner knüpft an den gewohnten Stil des vergangenen Albums “Monument” an. “Where You Belong” mit Sängerin Bobo ist Vocaltrance mit Frauenstimme vom Feinsten. Bobo kennt man noch vom Blank & Jones Song “Perfect Silence”.
Als ich den Track “The Night Starts Here” zu hören bekam, sank meine anfängliche Euphorie bereits wieder. Der Titel erinnert an eine schlechte Imitiation von Gabriel & Dresden oder Markus Schulz. Auch die restlichen Songs des Albums plätschern dahin und können nicht mit Kreativität überzeugen.

Alles im allen fällt meine Bewertung auf einer Skala von eins bis zehn nicht höher als vier aus. Im Vergleich zum letzten Album “Monument” vermisse ich hitverdächtige Lieder wie “A Forest” mit Robert Smith, “Mind Of The Wonderful” mit Elles oder eben “Perfect Silence” mit Bobo. Die Platzierungen in den Charts spiegeln diesen Eindruck wider. Alle genannten Titel waren seinerzeit in den Top 50 der deutschen Singlecharts vertreten, “Miracle Cure” vom aktuellen Album kam dagegen über den neunzigsten Platz nicht hinaus.

Die Scheibe “The Logic Of Pleasure” gibt es neben der oben genannten Version auch in einer Limited Edition. Diese umfasst zwei CDs mit sieben weiteren Titeln, unter anderem einem Remix von Blank & Jones 2005er Hit “Revealed”.

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Redaktion: Suleymann

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