Archiv für die Kategorie ‘Webseiten vorgestellt’

QTom – your music rules!

Mittwoch, 20. Januar 2010

QTom LogoAls “Das erste interaktive Musikfernsehen” bezeichnen die Hamburger Macher ihr Musikvideo-Portal QTom.tv. “Der Zuschauer kann erstmalig live in das TV-Musikprogramm eingreifen und dieses einfach nach eigenen Vorlieben bestimmen und verändern”, titelte die Presse im September 2009. Aber wie individuell und vielfältig ist QTom wirklich?

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Beim ersten Betreten der Seite fällt direkt auf, dass es wohl durchaus einen Sinn hat, wenn auf dem eigenen Rechner der Silverlight Player von Microsoft installiert ist. Ansonsten bleibt die Leinwand bis auf Weiteres dunkel. Ein Link zum direkten Download befindet sich allerdings sehr gut platziert auf der Startseite. Die Installation gestaltet sich einfach und unkompliziert. Das Plugin weiß, wo es hingehört. Nach dem Neuladen der Seite beginnt auch direkt die Musik zu spielen.

Völlig unklar ist dabei allerdings, nach welchem Algorithmus vorgegangen wird. Ein willkürlich ausgewählter Song wird im oberen Player-Fenster geöffnet. Darunter befinden sich vier weitere Titel in der Vorschau mit Band- und Titelbezeichnung.

QTom HauptseiteDer Player als solches ist schlicht gehalten. Das “i” für Information blendet auf Klick sanft die Titelinformationen ein und nach einer gewissen Zeit automatisch aus. Die “Play-Pause”-Taste tut ihren Dienst bestens und auch das nächste Video wird durch Drücken auf den entsprechenden Button zuverlässig geladen. Sehr gelungen ist die Vollbildfunktion. Das Video wird so skaliert, dass es entweder in der Höhe oder der Breite (abhängig vom Videoformat) den kompletten Bildschirm ausfüllt. Am unteren Bildschirmrand erscheinen dezent die Bedienelemente des Players. Hier fällt allerdings gleich auf, dass es keinen Fortschrittsbalken gibt. Der Videobetrachter sieht also nicht, an welcher Stelle im Lied er sich gerade befindet. Darüber hinaus kann jeder Song (vermeintlich) nur einmal abgespielt werden. Mehr dazu später.

An Bild und Ton lässt sich nicht viel tadeln. Die Audioqualität der einzelnen Videos ist gut bis hervorragend und die Bildqualität kann in den von mir gesehenen Clips als befriedigend bis sehr gut eingestuft werden. Und das sogar im Vollbildmodus.

QTom GenresBei der Betrachtung der Musikrichtungen beziehungsweise Genres muss ich feststellen, dass hierbei an nahezu alles gedacht wurde. Die Hauptmusikarten Pop, Rock, Hip Hop & R’n'B und Elektro Dance erreichen im Großen und Ganzen ein sehr breites Publikum. Mit einem Klick auf das jeweilige Genre öffnen sich vier der zugehörigen Vorschaubilder zu den Videos und der erste Clip startet automatisch. Auch hier muss ich feststellen, dass die Wahl der jeweiligen Videos serverseitig völlig zufällig und ohne Einfluss des Anwenders geschieht.

QTom Q-me!“Q-me!” heißt die Fernbedienung von QTom, die letztlich die Einstellungen für den individuellen Musikgeschmack regelt. Mit dem ersten Rad lässt sich das Zeitalter auswählen: “Classic” steht dabei für alte “New” für neue Musik. Am zweiten Regler lässt sich die Geschwindigkeit von “Slow” (langsam) bis “Fast” (schnell) festlegen. Der dritte Drehknopf dient schlussendlich der Konfiguration des Bekanntheitsgrades. “Insider” sind dabei weitestgehend unbekannte Songs wohingegen “Hits” erfolgreiche Chartstürmer darstellen.

QTom ReglerMit einem Klick auf das Häkchen werden die gewählten Einstellungen übernommen. Es wird jetzt serverseitig eine Zusammenstellung an Videoclips generiert, die den eben gesetzten Kriterien entsprechen. Dabei fällt erneut auf, dass das erste Video sofort startet und die nächsten vier Titel bereits in der Warteschleife als Vorschau zu sehen sind. Das ist Musik nach eigenem Geschmack, sollte man meinen.

“Der Zuschauer kann erstmalig live in das TV-Musikprogramm eingreifen und dieses einfach nach eigenen Vorlieben bestimmen und verändern“. Und genau das geht eben nicht. Trotz der einfachen und sinnvollen Konfigurationen sind dem Anwender irgendwie die Hände gebunden. Er kann im wahrsten Sinne des Wortes nur zusehen, was passiert. Es lassen sich keine Playlisten anlegen, es kann kein Titel erneut von vorn abgespielt werden und auch die Reihenfolge der vom Server vorgegeben Titel lässt sich nicht beeinflussen. Hat sich der Benutzer einmal dazu entschieden einen Song zu überspringen, ist er weg. Gleiches gilt für das Überspringen eines Titels aus den vier folgenden. Wenn der letzte der vier Songs aus der Warteschlange ausgewählt wird, schieben sich die drei vorhergehenden ebenfalls aus der Playliste. Ein riesengroßes Manko ist die fehlende Suchfunktion. Als Surfer kann ich faktisch nicht gezielt nach meinem Lieblingssong suchen. In der heutigen Zeit ein unverzeihliches Defizit.

Ein sehr schönes Feature sind die sogenannten Specials von QTom. Derzeit stehen Blank & Jones, Bela B und Kool Savas zur Auswahl, die jeweils wie in einer Fernsehsendung Hintergrundinformationen zum folgenden Clip geben. Diese Art der Unterhaltung ist derzeit einmalig. Der Betrachter fühlt sich wie vor dem Fernseher bei VIVA oder MTV nur ohne nervige Werbung und Handy-Klingeltöne.

Das QTom-Fazit von electronic-base.de
Positiv:
- Einmaligkeit
- optisch schöne Aufmachung
- Übersichtlichkeit
- Bedienerfreundlichkeit
- gute/sehr gute Bild- und Tonqualität
- gute Vollbildanpassung
- großes Videobouquet
- schöne Specials

Negativ:
- Installation von MS Silverlight als Videoplayer nötig
- keine Suchfunktion
- Erstellen von Playlisten nicht möglich
- Sprung im Lied nicht möglich/fehlender Fortschrittsbalken im Song

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass das Projekt QTom erst im September des vergangenen Jahres ans Netz gegangen ist, sodass die Seite von Perfektion noch weit entfernt ist. Die Idee ist großartig, die Umsetzung bisweilen eher schwach. Wir sind gespannt, was uns von Seiten der Hamburger in Zukunft noch erwartet. Eine Playlist-Funktion und die gezielte Suche nach Songs sollten dringende Schritte in der kommenden Zeit sein.



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5gig.de

Mittwoch, 11. November 2009

5gig.deIhr sucht Konzerte, Live-Auftritt oder Fan-Veranstaltungen? Dann ist vielleicht 5gig.de genau das Richtige. Bei dieser Webseite dreht sich alles rund um diese genannten Themen und möchte nun euch zum Mitmachen einladen. Was ist gut? Was ist schlecht? In der folgenden Zusammenfassung bekommt ihr drüber einen Überblick.
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5gig.de ist eine charmante Idee ein Communitysystem für Konzerte aller Art mit euren Vorlieben zu vereinen. Ähnlich wie bei Facebook, MySpace, Studivz oder weitere Mitmachportalen stehen für euch bewährte Funktionalitäten bereit: ihr könnt eure Freunde zum nächsten Festival einladen, mit ihnen darüber plaudern, die selbst geknipsten Fotos austauschen und so weiter.

Der Clou an der Sache ist, dass sich 5gig.de umfassend um eure Veranstaltungswünsche kümmert. Mehrfach täglich wird der prall gefüllte Veranstaltungskalender aktualisiert. Gleichzeitig könnt ihr nach den Eintrittskarten Ausschau halten, Tickets zu einem günstigen Preis online kaufen oder euch das ganze direkt als Kurzmitteilung per E-Mail zusenden lassen. Somit bleibt ihr immer auf dem Laufenden und seid für die spaßbringende Zeit perfekt gerüstet.

Nach längerem Durchstöbern der Seite muss ich sagen, ist 5gig.de eine coole Idee. Doch wie es so schön bei einem sozialen Netzwerk ist, hängt sich die ganze Geschichte bei den Nutzern auf. Und das ist zurzeit das Manko. Es wirkt alles recht unlebendig. Jedenfalls bekomme ich diesen Eindruck einfach nicht los (angeblich 116976 Mitglieder). Was wirklich drin steckt, wird nicht nach außen gezeigt und macht somit einen Wow-Effekt im Sinne von „Das ist mal was Neues“ zunichte. Schade eigentlich.



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Klangphantasien mit RjDj entdecken

Mittwoch, 10. Dezember 2008

RjDjKnallig bunt präsentiert sich RjDj und läd vom 12. bis zum 14. Dezember zum „Infamous Eurovision Scene Contest“ alle Musiker, Produzenten und Bastler nach Berlin ein. Ein Wochenende, welches vollkommen im Zeichen neuartiger Verrücktheiten im Bezug auf Musik und das Klangerlebnis stehen.
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„Mhhh… RjDj, was ist das“, genau so werden jetzt sicherlich auch einige unter euch die ersten Zeilen dieses Beitrages fragend gelesen haben. Zu Recht! Doch das wird sich jetzt ändern. Hinter diesem kurzen Buchstabenwirrwarr „RjDj“ steckt ein mobiles Anwendungsprogramm für das iPhone und den iTouch von der Firma Apple, welches Klänge neuartig manipuliert. Mit einem Headset oder Kopfhörer mit einem Mikrofon werden den Umgebungsgeräuschen dabei völlig neue Klangvarianten entlockt, auf verschiedenste Weise effektvoll verändert und schließlich zu einem Hörgenuss, den ihr so noch nicht erlebt habt. Um einen bessern Einblick zu erlangen, was genau damit gemeint ist, könnt ihr euch dieses Video ansehen:

RjDj scene: Damian Stewart, Eargasm (2008)

Das RjDj-Team stellt sein Programm unter dem Titel „Infamous Eurovision Scene Contest“ (kurz „Sprint“) bei Moviepilot in Berlin (Anfahrtskarte) allen Musikbegeisterten und –liebhabern vom 12. bis zum 14. Dezember vor. Offizieller Beginn ist 12 Uhr, das voraussichtliche Ende um 24 Uhr. Bei diesem Treffen stehen die Musik und gute Laune im Vordergrund. Viele verrückte Dinge und Klangkombinationen sollen entstehen und untereinander ausgetauscht werden. An diesen Tagen kann jeder die Applikation sprichwörtlich auf Herz und Nieren ausprobieren und spielerisch einen Einblick in eine völlig neue Herangehensweise der Musikkreation bekommen. Außerdem stehen die Entwickler jedem Rede und Antwort und plaudern ihre Erfahrungen mit und über RjDj aus.

Natürlich ist diese Veranstaltung nicht die erste ihrer Art. Wien, Bizau (Österreich) und Barcelona waren Haltepunkte der diesjährigen „Sprints“. In der folgenden Bildergalerie bekommt ihr einen kleinen Eindruck vom Treffen in Wien. Wer auch etwas über die anderen zwei lesen und bestaunen möchte, kann es direkt im Blog von RjDj.

RjDj Sprint in Wien (2008)

Das nächste Video zeigt noch einmal eine Klangwelt, die in einem fertigen Song zum Einsatz kommt:

2歳になる娘にRjDj Alubumをやらせてみた。

„Momentan funktioniert RjDj nur auf dem Apple iPhone und iTouch. Das
RjDj-Team arbeitet aber fleißig daran, dass die Software alsbald auch auf
anderen Mobiltelefonen funktioniert. Wann genau das sein wird lässt, sich
zum derzeitigen Punkt allerdings noch nicht genau sagen.“, schrieb mir Julia vom RjDj-Team zum Abschluss. Mal schauen, was die Zukunft in dieser Hinsicht bringen wird. Ich bin schon jetzt dies bezüglich darauf gespannt, was sich tun wird.

Weitere Informationen:

offizielle Homepage von RjDj
Wissenswert: RjDj leicht erklärt (englisch)

Verwandte Beiträge:

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Deutsche-DJ-Playlist.de

Freitag, 21. November 2008

DDP LogoDie Website www.deutsche-dj-playlist.de ist einer der Treffpunkte für Deejays und Freunde der elektronischen Musik. Hier können diese sich über die aktuellen Charts informieren, Platten sowie DJ-Ausrüstung kaufen und verkaufen und sich Informationen über offene Deejay-Stellen einholen.
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Auf der Suche nach neuen Veröffentlichungen kommen wir als Autoren oft auf die Seite www.deutsche-dj-playlist.de. Hier wird uns als Leser auf einem Blick präsentiert, was aktuell in den Charts los ist.

Die Seite ist meines Erachtens recht gut aufgeteilt. Im oberen Teil befindet sich das Menü, mit dessen Hilfe der Nutzer sich die Charts nach bestimmten Punkten auswählen kann. Ob nun die Gesamtübersicht über die aktuellen Top 100 oder die besten Neueinsteiger, der Charts-Fan findet hier bestimmt etwas.

DDP Logo

Für alle Freunde von Statistiken sind die Menüpunkte “Jahrescharts” und “Highscores” zu empfehlen. Auf diesen Seiten könnt ihr euch die Jahrescharts der vergangenen Jahre sowie die ewigen Charts, also von allen Jahren zusammen, anschauen. Die “Highscores” Seite funktioniert ähnlich, nur dass hierbei die Dauer und die Platzierung in den Charts zählt.

Und hier seht ihr die Nummer 1 in den Highscorecharts: 62 Wochen waren die Disco Boys featuring Manfred Mann’s Earth Band mit “For You” in den Charts:

The Disco Boys feat. Manfred Manns Earth Band – For You (2007)

Ein sehr interessanter Unterpunkt der Seite ist der “DJ-Treffpunkt”. Hier kann sich jeder Deejay austoben. Egal ob du nun einen Platz suchst, an dem du Platten auflegen kannst oder ob du einige deiner Platten oder Teile deiner DJ-Ausrüstung verkaufen möchtest, in der Rubrik “DJ-Treffpunkt” hast du die Möglichkeit dazu.

Wer dann immer noch auf der Suche nach Informationen ist, sollte mal in der Rubrik “LINKS” stöbern. Hier kannst du dich über Labels, Deejays und diverse Künstler informieren.

Und zuletzt noch ein Tipp für die “Historiker” unter euch: In der Kategorie “Archiv” wird euch eine Auflistung aller Charts gezeigt, beginnend mit September 2004. Wenn ihr also wissen wollt, wer damals die Nummer 1 war, dann schaut einfach dort vorbei.

Weitere Informationen:

offizielle Homepage der deutschen DJ Playlist
offizielle Homepage von The Disco Boys
The Disco Boys bei MySpace

Verwandte Beiträge:

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TechnoBase.FM setzt sich für uns ein!

Freitag, 17. Oktober 2008

TechnoBase.FMTechnoBase.FM ist seit mehreren Jahren ein Vorreiter in Sachen online Streaming und deckt mit vier unterschiedlichen Radiosendungen alle Bedürfnisse des Liebhabers der elektronischen Musik ab. Obwohl sie mehrfach ausgezeichnet wurden, ruhen sie sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Wir, electronic-base.de, haben festgestellt, dass TechnoBase.FM mehr als nur ein online Radiosender ist!
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Mit einem schlichten Motto „We aRe oNe“ hat alles am 1. Januar 2005 bei TechnoBase.FM angefangen. Mit der Idee, eine Gemeinschaft für Musikliebhaber der elektronischen Musik aufzubauen, entdeckten die Gründer Stefan U. und Claus M. schnell das Potenzial des Internes in Verbindung mit einem online Broadcaster. Sie sollten Recht behalten und ihr hochgestecktes Ziel, jeder Zeit Musik zu senden, schlicht und einfach einhalten.

Nicht nur aus diesem Grund entwickelte sich TechnoBase.Fm bis heute zu einer ungreifbaren Mitgliederzahl von über 107.000. Außerdem reißen die Auszeichnungen nicht ab. Unter anderem wurde diese Webseite 2006 und 2007 zur „Webseite des Jahres“ sowie mit dem „Webradio Award“ des Jahres gekürt und gewannen auch zwei Jahre zusätzlich den Publikumspreis „GIGA Homepage Award“. In diesem Jahr nahmen sie es mit den ganz Großen auf.

Mit einfachen Worten gesagt: „aus der Nische wurde schnell mehr“, was nicht verwunderlich ist! Kaum war das neue Partnerprojekt „HouseTime.Fm“ ins Leben gerufen, wurde Ausschau nach weiteren Richtungen gehalten und fehlende Genres entdeckt. Anschließende entstanden schnell die Radiosendungen namens HardBase.Fm und TranceBase.FM.

Auf diesem Weg möchte ich, im Namen vom Team von electronic-base.de, meinen Dank an TechnoBase.FM aussprechen. Sie stellen für unser Radiotool den online Stream „TranceBase.Fm“ zur Verfügung. In den nächsten Wochen könnt ihr, liebe Leser, problemlos einmal auf die „Play“-Taste drücken. Bis es soweit ist, könnt ihr direkt über TranceBase.FM schon einmal Probe hören.

Weitere Informationen:

offizielle Homepage von TechnoBase.FM

Verwandte Beiträge:

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Harmonisches Mixen leicht gemacht

Donnerstag, 25. September 2008

Harmonic Mixing Database ist eine geniale Webseite für sowohl professionelle als auch angehende Deejays, die hin und wieder auf der Suche nach einem passenden Song für ihren Mix sind. Mit Hilfe des “Camelot Easymix System” wird harmonisches Mixen zum Kinderspiel. Wie die ganze Sache funktioniert und was alles zu beachten ist, haben wir für euch mal ausprobiert.
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Grundlagen und Verständnis
Um einen harmonischen Mix produzieren zu können, bedarf es einiger Voraussetzungen und Grundkenntnisse. Zum einen muss der Deejay die Tonart (den Key) des Titels kennen, den er spielen will und zum anderen muss er wissen, welchen Key der folgende Titel haben darf, um mit dem aktuellen kompatibel zu sein. Profis erkennen selbstverständlich im Laufe der Zeit durch ihr geschultes Ohr, um welchen Key es sich momentan handelt und wissen genau, welchen Song sie als nächsten dranmixen können. Für den Laien ist aber genau das oftmals das Problem. Die Webseite track-finder.com behandelt diese Probleme und richtet sich gezielt an den (werdenden) Deejay.

Aufbau der Webseite
Auf der Startseite von track-finder.com erwartet den (angehenden) Deejay eine Scheibe, die ähnlich einer Uhr in zwölf Stücke geteilt ist. “Camelot Easymix System” heißt die ganze Sache und stellt eine erweiterte Form des Quintenzirkels dar. Die Scheibe ist in einen inneren und einen äußeren Kreis geteilt. Auf der äußeren Bahn befinden sich die “B”s, die mit den Zahlen von 1 bis 12 gekennzeichnet sind. Hierbei handelt es sich um die sogenannten Dur-Tonarten oder Major-Keys. Der innere Kreis zeigt die Moll-Tonarten, auch Minor-Keys genannt, die mit “A”s und ebenfalls fortlaufend mit den Ziffern von 1 bis 12 versehen sind.

Umgangsweise mit dem System
Sämtliche Keys des Camelot Systems sind mit einer Musikdatenbank verbunden und können einzeln angewählt werden. Der Nutzer sucht sich auf der Wahlscheibe einen Key, beispielsweise “3B” aus und klickt ihn an. Es werden jetzt sämtliche Titel in der Datenbank abgerufen, die den Schlüssel “3B” besitzen. Standardmäßig erscheinen erstmal alle Lieder, die keiner bestimmten Musikichtung (unclassified) zugeordnet werden können. Der Nutzer hat jetzt die Möglichkeit mit Hilfe zweier Dropdown-Menüs zum einen den Key zu ändern, zum anderen das Genre. Für den Deejay stellen sich diese Optionen schnell als Vorteil heraus, da somit nur für ihn relevante Ergebnisse angezeigt werden.

Die Anzeige der Resultate selbst ist sehr übersichtlich, ähnlich eines Musikplayers, in einzelne Elemente wie Künstler, Titel und Label gegliedert. Das Beste an der Geschichte ist neben der Vorhörfunktion die direkte Verlinkung zum Downloadportal Beatport.com. Jeder Titel kann hier entsprechend mit einer Länge von zwei Minuten probegehört werden. Darüber hinaus wird die Geschwindigkeit in BPM (Beats Per Minute) der einzelnen Titel penibel auf das Hundertstel genau angegeben.

Benutzer, die bereits Informationen zu Titel, Interpret und/oder Label besitzen, können mit Hilfe der Suchfunktion unter der Scheibe Auskunft über die restlichen Angaben des Songs, also Geschwindigkeit und Key bekommen.

Das richtige Mixen
Das Prinzip des Mixens ist in der Theorie leicht zu erklären. Die Vorgehensweise beruft sich auf das oben genannte “Camelot Easymix System”.

Bei der Arbeit mit der Scheibe gibt es immer einen Startpunkt beziehungsweise einen bestimmten Key mit dem begonnen wird. Wir beziehen uns im Folgenden auf den Key “3B”, nehmen also an, der erste Titel wäre der Major-Key “3B”. Nun: der erste Titel läuft und die Frage kommt auf: Welches Lied spiele ich als nächstes?

Wie die nebenstehende Abbildung zeigt, darf einem Lied, das den Major-Key “3B” besitzt, ein Track mit den Keys “2B”, “4B”, “3A” oder erneut “3B” folgen. Weiterhin ist zu entnehmen, dass diagonales Mixen und somit die Keys “2A” und “4A” nicht an einen Track mit “3B” angeschlossen werden dürfen, weil der Mix dadurch unharmonisch klingt. Die Titel dieser Keys sind miteinander nicht kompatibel. In der Musik wird diese Inkompatibilität als Dissonanz bezeichnet. Generell halten wir demnach fest, dass horizontal und vertikal gemixt werden darf. Diagonales Mixen ist “verboten”. Wer also bisher nach Lust und Laune gemixt hat und sich gewundert hat, warum die Übergänge teilweise grausam klingen, der wird mit Sicherheit den eben erläuterten Grundsatz verletzt haben.

Die eben beschriebene Methode des Mixens setzt voraus, dass der Deejay genau weiß, welchen Key ein Titel hat. Dies bedarf Übung und wird von einem professionellen Deejay als selbstverständlich angesehen, während der Laie auf Anhieb kaum erkennen wird, um welchen Key es sich handelt.

Die Ermittlung der Geschwindigkeit und des Keys kann mit Unterstützung von geeigneter Software erleichtert werden. “Mixed In Key” ist der Name eines Programms, das sowohl für Einsteiger als auch Profis eine große Hilfe sein kann. Dieses schlanke Tool kann für den Deejay unabdingbare Informationen wie Geschwindigkeit und Key des einzelnen Tracks aus MP3- und WAV-Dateien auslesen. Die Informationen werden tabellarisch gespeichert. Darüber hinaus lassen sich die Songs nach verschiedenen Kriterien ordnen. Der Knüller: Mixed In Key zeigt automatisch harmonisch kompatible Lieder an, das heißt, der Deejay weiß genau, welcher Song als nächstes folgen könnte. Einem guten Mix steht von der Theorie her also nichts mehr im Weg!

Fazit
Unserer Meinung nach sind die Internetseite track-finder.com und das Camelot Sound System sensationell. Die uhrenähnliche Scheibe soll laut eigener Aussage des Track-Finder.com Teams „grauenvolle und unharmonische Mixe“ vermeiden. Der Meinung sind wir auch. „Gerade Einsteiger-Deejays können mit dem Befolgen des Camelot Easymix Systems einen professionellen Mix erstellen“, sagt das Team zusätzlich mit voller Überzeugung für ihr Produkt. Treffendere Worte hätten wir auch nicht finden können. Dem Deejay werden auf der Webseite kaum Wünsche offen gelassen. Schnell findet er sich auf der schlicht aufgebauten Seite zurecht.

Doch zwei kleine Mankos gibt es dennoch: Die Einträge in der Datenbank lassen sich nicht nach eigenen Vorlieben beispielsweise Label, Erscheinungsdatum oder Künstler sortieren. Darüber hinaus werden die Tutorials und Hilfestellungen, die den Umgang mit dem Camelot Easymix Systems erleichtern sollen, nur in englischer Sprache angeboten. Wünschenswert wären deutsche Tutorials und Texte, die die Seite hierzulande noch attraktiver machen könnten. Wir sind uns aber sicher, dass diese kleinen Optionen in kurzer Zeit zur Verfügung stehen werden.

Weitere Informationen:

offizielle Homepage von Harmonic Mixing Database

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